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"Ein historischer Moment"

Nach 14 Monaten Bauzeit wird Gerätehaus für Calbitz und Malkwitz eröffnet / 750 000 Euro in neuen Standort investiert

Voriges Jahr gab es an dieser Stelle noch nichts. 14 Monate Bauzeit und 750 000 Euro später konnte am Wochenende das neue Gerätehaus für die Freiwilligen Feuerwehren von Calbitz und Malkwitz eingeweiht werden. Den rund 90 Mitgliedern beider Wehren steht jetzt ein modernes Haus mit zwei Stellplätzen für die Fahrzeuge, Versammlungsraum und viel Platz für ihre Ausrüstung zur Verfügung. „Das ist ein historischer Moment", fand Bürgermeister Matthias Müller (CDU), der in seiner Rede die Zusammenarbeit aller Beteiligten hervorhob.

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Müller wusste auch, bei wem er sich im eigenen Haus zu bedanken hatte: Bauamtsleiter Thomas Keller und Hauptamtsleiter Lutz Abitzsch hätten einen „ganz tollen Job" gemacht. „Durch ihre Umsicht haben wir ein paar tausend Euro sparen können", sagte er. Und das, wo das Geld ohnehin schon knapp war. Daran erinnerte auch Planer Bernd Stein. „Es gab zunächst verschiedene Varianten, aber alle waren zu teuer und nicht förderfähig." Zudem habe man sich strengen Auflagen beugen müssen, da das Grundstück in der Trinkwasserzone liege. Um überhaupt bauen zu können, habe die Gemeinde viel Überzeugungsarbeit beim Wasserverband leisten müssen, so Stein.

Überzeugungsarbeit war auch notwendig, damit sich die Calbitzer und Malkwitzer überhaupt unter einem Dach einrichten. Fördermittel für zwei neue Häuser „hätten wir nie gekriegt", machte Frank Reichel, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, deutlich. Jetzt aber freue man sich auf den Einzug, so die Kameraden. Das neue Haus biete schließlich alles, was es bisher nicht gab, sagte der Malkwitzer Wehrleiter Lutz Frenzel. Und sein Calbitzer Kollege Hartmut Thomas fügte hinzu: „Wir wünschen uns eine kameradschaftliche Zusammenarbeit." Es gebe immer weniger Leute in den Orten, deshalb müssten auch die Wehren immer enger zusammenarbeiten, betonte Staatsminister Frank Kupfer (CDU).

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„Dafür haben sie hier die besten Voraussetzungen. Wir müssen darüber nachdenken, wie wir künftig die Strukturen bilden", sagte er mit Blick auf die demografische Entwicklung. Davon wollte Landespolizeipräsident Bernd Merbitz an diesem Tag nichts wissen. „Demografische Entwicklung? Hier ist doch das Haus voll", meinte er. Die ehrenamtliche Arbeit der Wehren mache ihn stolz. „Kommen sie immer gesund von ihren Einsätzen zurück", wünschte Merbitz.

Gute Wünsche kamen auch von befreundeten Wehren aus der ganzen Region, von am Bau beteiligten Firmen, Vereinen und Nachbarn im Ort. „Das hier ist sehr gut angelegtes Geld", urteilte Ordnungsdezernentin Angelika Stoye. Der Landkreis habe zu den Gesamtkosten von 750 000 Euro 560 000 Euro als Fördermittel des Freistaates beisteuern können. „Damit ist hier ein lang gehegter Traum in Erfüllung gegangen", wusste sie.(Quelle: OAZ vom 27. September 2011)

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